„Smart Participation Services“ – die intelligent vernetzte Bürgerschaft

Die kommunale Intelligenz nutzen

Kom­mu­nen sind heut­zu­tage vie­ler­orts Gemein­schaf­ten, in denen keine krea­tive, in die Zukunft gerichtete, gemein­schaft­li­che Aufbruchstim­mung herrscht. Es sind Ver­wal­tungs­ein­hei­ten, in denen es den Men­schen vor allem dar­auf ankommt, das bis­her Erreichte zu bewah­ren und zu hal­ten. Hier gedeiht keine Inno­va­tion, kein Miteinan­der und keine echte Wei­ter­ent­wick­lung – ori­en­tiert an den wah­ren Pro­ble­men unse­rer Gemein­schaft.

Die politischen Strukturen verwehren oft die Möglichkeit, in der Kommune mehr zu sehen als einen bürokratischen Prozess, der irgendwie bewältigt werden muss.

Das bestätigen auch die geringen Beteiligungsquoten bei Online-Bürgerbeteiligungsprojekten. Und auch einstige „Erfolgsmodelle“ entpuppten sich als kurzlebige Moden und wenig nachhaltige Kampagnen.

Egal ob liquide Demokratie-Systeme, Mängelmelder und ähnliche Beschwerdesysteme oder Bürgerhaushalte, … alle haben eines gemeinsam, sie haben es nicht geschafft, einen permanenten Partizipationsenthusiasmus zu entfachen. Des Weiteren sind alle bisherigen Projekte temporär begrenzt und bieten nur ein paar Wochen im Jahr die Möglichkeit sich zu vorgegebenen Themen zu äußern. Deshalb ist auch die Mobilisierungskraft solcher Systeme sehr begrenzt.

Die neuen Partizipationsformen steckt noch in ihrer pubertären Phase. Solche Phasen sind voller Experimente, Sackgassen und Widersprüche. Aber auch reich an Optionen. Die allgegenwärtige Präsenz digitaler Kommunikationstechniken und Netze schaffen neue und wirkungsvolle Möglichkeiten für die kooperative und identitätsstiftende Stadtentwicklung.

smart participation - social local communitySmart Participation“ bedeutet, die neuen digitalen Formen der Partizipation (sog. Smart Citizen Services) sinnvoll mit Aktionen, Begegnungen und Erlebnissen im geografischen Raum ganzheitlich miteinander zu verknüpfen und das kollektive Wissen und die Kreativität einer heterogenen Community intelligent zu vernetzen und so besser nutzbar zu machen.

Solche Social Communities, wie das paowao-System, sind Innovations-Hubs und kommunale Lösungslabore, in denen Arbeitsgruppen bestehend aus der Bürgerschaft, Fachleuten und Spezialisten, aber auch Politik und Verwaltung gemeinsam und öffentlich an Projekten arbeiten und Lösungen herbeiführen können. Ein kommunales und strategisches Innovations-Management also.

Denn nur durch die Vernetzung der Bewohner mit ihren Interessen, Vorlieben und Befindlichkeiten sind smarte Bürgerservices überhaupt erst möglich.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben klar gezeigt, dass ein Online-Formular für Bürgeranliegen oder ein Bürgerhaushalt noch keine Bürgerkommune ausmachen. Wir reden beim paowao-System vom „nutzbarmachen der kommunalen Intelligenz“ oder „Smart Participation„. Damit das Modell funktioniert, bedarf es einer Vielzahl von Mehrwerten und Marketingmaßnahmen. Partizipation sollte als ein permanenter Prozess gesehen werden, der gepflegt und immer wieder neu gedacht und optimiert werden muss.
Denn eines ist klar, egal wie schlau ein Dienst in der Theorie sein kann, bringt er dem Nutzer keinen erkennbaren Vorteil, wird kaum jemand bereits sein, Zeit, Geld oder seine Daten dafür herzugeben.

Das Gehirn der kommunalen Intelligenz

Oft ist beim Web 2.0 von der Intelligenz der Masse die Rede. Die wäre ungemein hilfreich für jemanden, der eine konkrete Frage in den Raum stellt und darauf kompetente Antworten, Rat oder Quellenhinweise erhält. Die Frage ist allerdings, warum im Internet dabei die Grenze zwischen effektivem Kollektivdenken und Schwachsinn oft überschritten wird.

Und Spötter bereits vom Web 0.0 sprechen.

Denn

„Unsere Ideen sind unsere Zukunft!“

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