Partizipation + Gamification

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Partizipation und Gamification sind zwei Begriffe, die es in dieser Kombination bisher noch nicht gab. Gemeint ist die spielerische Einbindung der Bevölkerung in lokale Prozesse, wie Stadtentwicklung, Engagement und Beteiligung.
Dabei werden Spiele-Elemente in eine Online-Community-Plattform (Location-Based Social Networks – LBSN) integriert, die die kommunale Partizipation zum Inhalt haben. Der bisher Spiel-fremde Kontext von Beteiligungsmethoden soll dabei die Motivation von Nutzern erhöhen und sie nachhaltig binden. Mit Game-Elementen wie Punkte, Level, Achievements, Ranking, Highscore, Feedback, etc. und das Erreichen von Zielen, Expertise, Reputation, Rang und Reputation, Status und Identität soll die Motivation gesteigert werden. Gamification in der Bürgerbeteiligung soll dem Nutzer (Spieler) in seinem Streben nach konkreten Zielen mittels konkreter Regelsysteme unterstützen.

Ein Mehrwert für Jugendbeteiligung

Gerade bei der Jugendbeteiligung sind solche spielerischen Elemente sehr willkommen. Bei der „Generation Internet“ gehört spielen und lernen oder auch spielerisches lernen bereits zum Alltag. Dafür nutzen sie jegliche digitale Techniken und Infrastrukturen. Für Jugendliche bieten gerade mobile Applikationen für spielerische Partizipation einen besonderen Reiz. Sie schaffen die Möglichkeit, sich mit Smartphoneunterstützung auszutauschen, sich selbst und ihre Informationen zu vergleichen.

Doch wie genau kann die Bürgerschaft spielerisch motiviert und mobilisiert werden?

paowao-smart-city-gamificationBeim paowao-System gibt es dafür viele Möglichkeiten.
Ziel des Spieles ist es, Häuptling seines Stammes werden und auch so lange wie möglich zu bleiben. Sein Stamm besteht dabei aus den Community-Mitgliedern seines PLZ-Gebietes. Als Häuptling hat er dafür zu sorgen, dass sein Stamm wächst und muss neue Mitspieler akquirieren, damit sein Stamm wächst und aktiv wird.

Die Spieler bekommen für ihre Nutzer-Aktivitäten auf der Plattform und ihr Engagement im öffentlichen Raum Punkte. Derüberhinaus können Kommunen und Organisationen Aufgaben einstellen, für die sie ihrerseits Punkte vergeben können. Mit den erreichten Punkten können die Community-Mitglieder nun lokale Projekte unterstützen.
Werden Beiträge häufig gelesen, Ideen umgesetzt, gemeldete Mängel beseitigt Fragen beantwortet, erhalten alle Spieler dafür Punkte.
Der Schwierigkeitsgrad steigt mit jedem erreichten Level, aber auch das Ansehen, die Reputation und die Relevanz des Spielers. Denn, der Spieler mit einem hohen Rang ist gewichtiger und erhöht die Relevanz von Beiträgen in der Bewertung und Projektunterstützung.
Des Weiteren steigen die Rechte und Möglichkeiten der Spieler mit steigendem Level. Spieler, die durch ihre Aktivitäten ein hohes Vertrauen in der Community erreicht haben, erlangen einen Rang, der sie befähigt selbst als Moderator zu agieren. Über dieses interne Bewertungssystem werdwen „Trolle“ und permanante Störer schnell herausgefiltert.

Gemeinden und Organisationen können sich so die Unterstützung und Kooperation ihrer Bürgerschaft sichern, Wissen und Informationen sammeln, diese verknüpfen und auswerten, also Engagement spielerisch nutzbar machen.

Finanzielle Mittel für Projekte bereitstellen

Idealerweise sollten die Kommunen, Unterstützer, Sponsoren und Mäzene die gesammelten Punkte, mit denen Projekte unterstützt werden sollen, in eine finanzielle Unterstützung umwandeln. So können nach Crowdfunding Manier lokale Projekte zur Realisierung verholfen werden.

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