Die vernetzte Zukunft von Bürgerengagement, Werten und Kultur

Die Revolution des Drucks trug dazu bei, das eine neue Art des Denkens und mit ihr ein neues Bewusstsein dafür entstand, wie man in der Welt zu handeln und mit ihr zu interagieren habe.

Die digitale Revolution führt nun alle wichtigen Formen technisch vermittelter Kommunikation in einem integrierten Netz zusammen. Immer mehr persönliche, kommerzielle und öffentliche Kommunikation findet in elektronischen Netzwerken statt und macht diese unentbehrlich fürs Überleben in einer verkabelten Welt.

Wir leben in einer Welt, in der es vor allem darum geht, die Aufmerksamkeit anderer zu erringen und zu halten. Beziehungen jeglicher Art werden entscheidend für unsere Existenz.

Die jüngere Generation jedoch lebt stärker in der Zeit als im Raum. Sie ist eingebettet und gefangen in einer komplexen und temporalen Welt wechselseitiger Abhängigkeiten, die sich aus fließenden Beziehungsnetzen und vernetzten Aktivitäten neu strukturieren.

Die Menschen sind heute an viel mehr Beziehungen in viel größerer Vielfalt und mit größerer Intensität beteiligt als jemals zuvor. Wir sind von Beziehungen umhüllt, manche davon virtuell, andere real. Telefon, SMS, Messenger und E-Mails halten uns in ständigem Kontakt zu Menschen überall auf der Welt. Unsere Netzwerke – ökonomische wie gesellschaftliche – betten uns in noch mehr verschiedene Beziehungen ein.

Das mobile Internet trägt noch mehr dazu bei, dass eine neue Art relationalen Bewusstseins entstehen kann, genauso wie der Druck dazu beitrug, die Vorstellung eines autonomen Wesens zu fördern. Eine Generation, die in Hypertext und verschiedene Netzwerke vertieft aufwächst, verliert schnell einmal die Orientierung zwischen virtuellem Raum und der Realität. Das neue virtuelle und vernetzte Bewusstsein und die neue Art der Informationsaufnahme prägen oft ein falsches Bild der Realität. Dies stellt die Politik vor immer größer werdende Probleme. Ein kleiner Aufreger kann über unkontrollierte und unmoderierte Netzwerke schnell zur großen Resonanzwelle und somit zu einem politischen und ggf. teuren Problem werden.

Bürgerengagement und starke Gemeinschaften
fördern die wirtschaftliche Entwicklung

Der dritte Sektor, der weder marktorientiert ist noch von staatlicher Hand gesteuert wird, wo Menschen sich kreativ betätigen, ihre Freizeit gestalten, nach Gemeinschaft suchen und gemeinsam an Projekten arbeiten.
Der Bereich also, in dem Menschen die gemeinsamen Werte, nach denen sie leben möchten, schaffen und erhalten. Er ist das Spielfeld, auf dem die Kultur durch Bürgerengagement mit all ihrem Reichtum aufrechterhalten wird.

Man hat erkannt, dass starke Gemeinschaften mit ihrer widerstandsfähigen Kultur, die Vorbedingung für wirtschaftliche Entwicklung ist und nicht deren Folge und Ergebnis. Auch erfolgreiche Bürgerkommunen können nur in einer Bürgergesellschaft entstehen, die eine ausgeprägte Kultur und funktionierende Gemeinschaftsstrukturen vorweisen können.

Im Internet ist eine Bewegung entstanden, die unsere Vorstellung von Öffentlichkeit und Publikum nachhaltig verändert hat, schreibt die Süddeutsche Zeitung. „Nicht mehr wenige Experten, sondern eine wachsende Gruppe vermeintlicher Laien wird zum Motor technischer, aber auch sozialer Innovation.

Der wahre Wert des Internets besteht darin,
dass es Menschen miteinander verbindet.

Die verlorene Fähigkeit, den Fluss von Kommunikation zu kontrollieren, stellt nun die traditionelle politische Macht vor eine gewaltige Herausforderung. Sie kann heute nicht mehr reguliert oder gesteuert werden. Wohl dem, der über partizipative Bürgerservice-Angebote verfügt, die kollektive Intelligenz seiner Einwohner nutzen kann, selbst die Kontrolle über ein eigenes Bürgernetzwerk hat und mit seiner Community jederzeit in Kontakt treten und sie direkt ansprechen kann. Dazu haben wir mit dem paowao-System, den Kulturbereich um den Faktor Dialog und Beteiligung erweitert.

Die Bürger lassen sich heute nicht mehr aussperren. Das kommunale Bewusstsein wächst, je tiefer die Gräben zwischen dem eigenen Empfinden und den Entscheidern sind. Hier kann das paowao-System bereits vorbeugend wirken.

Deshalb sind Entscheider gut beraten, ihre Bürger in die Gestaltung ihrer Heimat mit einzubinden, sich dem Dialog zu öffnen und sich mit interessierten und engagierten Einwohnern zu vernetzen.

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