Community Building und Community Organizing 2.0

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Der Weg zur partizipativen Lebensraumgestaltung und Stadtentwicklung

Die Entwicklung einer Stadt zu denken, zu planen und zu lenken ist eine komplexe Aufgabe. Sie berührt nicht nur die räumliche Gestaltung einer Stadt, sondern auch ihre kulturelle, ökonomische und soziostrukturelle Dimension.

So unterschiedlich diese Handlungsfelder der Lebensraumgestaltung auch sind, so unterschiedlich sind auch die einflussnehmenden Akteure. Egal wer für die Gestaltung des Lebensraumes zuständig ist. Es müssen immer Beschlüsse der politischen Entscheidungsträger gefasst und durch die Verwaltung umgesetzt werden. Allerdings gerät die Legitimation dieser Beschlüsse immer mehr ins Wanken. Denn die Wahlbeteiligung ist auf kommunaler Ebene im bundesdeutschen Schnitt sukzessive auf 52 Prozent abgesackt.

Lebensraumgestaltung zwischen Verwaltung und Öffentlichkeit

Doch überall dort, wo durch die hohe Komplexität und immer weniger Personal rationale Entscheidungen kaum noch möglich sind und eine gute Intuition nicht mehr ausreicht, um richtige Entscheidungen zu treffen, kann das Kollektiv mit seiner Fähigkeit des gemeinschaftlichen Reflektierens und Nachdenkens neue Ideen und Denkanstöße geben, die bei der Entscheidungsfindung helfen können.

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Ideenplakate helfen, interessierten Menschen eine einfache Möglichkeit zu geben ihre Vorschläge öffentlich zu machen, sich auszutauschen und darüber zielorientiert zu diskutieren.

Doch Runde Tische, Veranstaltungen und Workshops alleine, vermögen den Partizipationsenthusiasmus der Teilnehmer nicht permanent aufrecht zu erhalten. Denn zwischen den einzelnen Bürgertreffen passiert meist nichts und die Beteiligung ebbt ab. Hier können webbasierte Systeme helfen, Ideen und Probleme zu bündeln und den moderierten Dialog aufrecht zu erhalten. Deshalb wurde das paowao-System als Online-Bürger-Plattform für regionales Community Building und Community Organizing entwickelt.

Eine Community ist eine virtuelle Gemeinschaft, quasi das Online-Pendant zum Verein, zur Initiative oder zum Stammtisch. Ein System, in dem Jeder Mitglied werden und sich dann zu Wort melden kann.

Die steigende Beliebtheit bei den Nutzern liegt auch darin begründet, online eine Stimme zu haben. Sie schätzen die Möglichkeiten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und auf direktem Weg in den Dialog treten zu können. Die Themenvielfalt kennt hier keine Grenzen.

Paowao hilft zwischen Gestaltern und Umsetzern zu vermitteln. Dabei fängt das System permanent ein Stimmungsbild ein und warnt rechtzeitig vor aufkommenden Problemen oder Unmut.

Adaption des Crowd-Gedankens
und des Community Building“

Mit Hilfe dieses Systems kann die partizipative Lebensraumgestaltung und somit das Community Organizing verstetigt, die Menschen vernetzt und dauerhaft in die Gestaltung ihres urbanen Umfeldes eingebunden werden. Dieses System unterstützt die bisherigen Methoden und dialogorientierten Konzepte der informellen Bürgerbeteiligung. Es ergänzt sie um eine Online-Community-Plattform, fördert das bürgerschaftliche Engagement und die Projektarbeit. Es ermöglicht den vielfältigen Dialog über Nachbarschaftsideen, Wünsche und Befindlichkeiten, mit Entscheidern und Leihen. So wird die Region, Stadt und Quartier als etwas Gestaltetes und Gestaltbares erlebt. So entsteht ein aktives Nachbarschaftsnetzwerk und eine aktive Bürgerkommune.

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Fremde Menschen begrüßen sich, diskutieren miteinander, machen Vorschläge an Ideenplakatwänden. Community Building verbindet.

Die zunehmende Wirkungslosigkeit der klassischen Werbung und der Zerfall der alten Zielgruppen zeigen den Bedarf sehr deutlich. Das hat die Marketingstrategen auf die Spur der Stämme und ihrer Events gebracht. Deshalb soll um den Prozess herum, ein steter Strom von Ereignissen inszeniert werden, der die Menschen zu einer Stammesgemeinschaft zusammenführt.

Siehe Markt und Marketing und Markenbildung und Emotionen

Die stetig steigende Medienkompetenz der Gesellschaft gepaart mit dem umfassenden Internet-Ausbau, auch in ländliche Regionen, wird schnelles Internet schon bald für alle Bürger verfügbar sein. Was noch fehlt sind Internet-Anwendungen die den Bürger bei der Partizipation als politisches Instrument unterstützen und kommunikationswillige Bürger, Verwaltungen und Politiker.

Um ein neues bürgerliches Wir-Gefühl ausprägen zu können, braucht es keine Fußball-Weltmeisterschaften, sondern mehr Zusammenhalt und lösungsorientiertes Denken auch in Wirtschaft, Politik, Medien und Kultur.

initiieren wir eine Silicon-Valley-Kultur,
eine kommunale Do-it-Kultur,
die einen gemeinsamen Aufbruch signalisiert

Diese Potentiale zu mobilisieren – das ist die Kunst.

Laut der Wertewandel-Studie der BAT Stiftung ist in unserer Gesellschaft für Egoismus immer weniger Platz. Stattdessen sei Zusammenhalt gefragt, sagen laut der Untersuchung 88 Prozent der Bevölkerung.

Auch die technischen Entwicklungen im Bereich des mobilen Internets werden die Beteiligungswelle weiter erhöhen. Somal die Beteiligungsangebote keinen komplexen stadtplanerischen Diskurs anstreben, sondern z.B. den Nutzern die Möglichkeit eröffnen, mit Hilfe von georefenzierten Informationen („geo-tagged-media-based“ oder einfacher „Location-Based Services“ – LBSN) auf Instandsetzungerfordernisse wie Schlaglöcher oder Ähnliches hinzuweisen oder ihre Ideen, Fragen und Wünsche öffentlich mitzuteilen und um Unterstützer zu werben und Diskussionen anzustoßen.

Langfristig wird sich eine Entwicklung abzeichnen, bei der die neuen, digitalen Medien dazu genutzt werden, über einmalige Beteiligungsprojekte und Campaining hinaus Lebensraumgestaltung in den Alltag der Bürgerschaft zu integrieren. So wird Stadt- und Quartierentwicklung zur Alltagshandlung und die Stadt zur Smart City. Das paowao-System ist der bisher am weitesten entwickelte und innovativste Schritt in diese Richtung und bietet die passenden Services dazu (Smart-Citizen-Services).

Das Potential
und die Bereitschaft
sind enorm

Die Bereitschaft zum Engagement ist da. Grundsätzlich wünscht sich die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland mehr Beteiligungsmöglichkeiten außerhalb der regelmäßig wiederkehrenden Wahlen, wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung ergeben hat und mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen.

Niemals zuvor in der Geschichte war eine Partizipation der Bürger leichter zu organisieren, sprich ein Mehr an Demokratie und kommunalen Problemlösungen möglich, als heute, im Zeitalter des Internets.

paowao-community-building-teamwork-mitgestalten-mitmachenKultur ist ihrem Wesen nach eine kollektive Erfahrung,  ein Zusammenfinden der Gemeinschaft auf der Grundlage gemeinsamer Werte und Wünsche. Dieses Zusammenfinden aber ist in der Welt der digitalen Netze und Netzwerke immer weniger ein geografischer Akt. Online-Plattformen werden immer mehr zur sozialen Arena, in der Menschen miteinander kommunizieren, ihre Existenz neu ordnen und zu neuen Zukunftsperspektiven finden.

Dieses Community-Modell hält viele Lektionen für die neue Wissenschaft und Gesellschaft bereit. Aber die wichtigste ist vielleicht die, auf die gewaltige Intelligenz der Bürgerschaft zu setzen. Die Mathematik sagt, dass der summarische Wert eines Netzwerkes im Quadrat der Teilnehmerzahl steigt.

Im Ergebnis zahlreicher Studien bleibt festzustellen, dass Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement dazu beitragen kann, Lösungen für gesellschaftliche Problemlagen zu finden, Informationen aus der Bevölkerung aufzunehmen sowie die „Verständlichkeit und Akzeptanz“ von Maßnahmen zu fördern.

Das Potential regionaler Community-Portale beruht nun auf ihrer Fähigkeit, ein Gesamtumfeld zu schaffen,
in dem sich das nachbarschaftliche Leben organisiert und der soziale Diskurs neu strukturiert wird.

Das ist ein Aspekt, den man beim paowao-System partout nicht unterschätzen darf.
Ein Aspekt, der bei YouTube, Facebook, Twitter, Google+ … keine Rolle spielt.

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